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Markt der Partnerstädte - Gera und Glasgow ganz nah beieinander

Traditionelle Kleidung aus Glasgow auf dem Christkindlesmarkt Florian Trykowski

So mancher Christkindlesmarkt-Besucher weiß das zu schätzen und freut sich speziell auf einen Besuch des kleineren Marktes mit dem internationalen Flair.

Die Wiedersehensfreude ist groß. Marion Dykes hat ihre Waren im Glasgow-Stand hübsch dekoriert, Martina Laudenbach ist mit Backwaren aus Gera eingetroffen. Zeit für einen kleinen Plausch, schließlich hat man sich ein Jahr lang nicht gesehen. Die gemeinsamen Wochen alljährlich in der Vorweihnachtszeit verbinden. 

Die 23 Buden sind wie ein internationales Dorf

„Das ist wie ein Weltdorf hier“, begeistert sich Marion Dykes. „Es hat eine einzigartige Atmosphäre.“ Die Zusammenarbeit sei wichtig, bekräftigt sie. Man sei sehr beschäftigt und helfe sich dennoch gegenseitig aus. Beim Schneeschippen beispielsweise, so wie letztes Jahr. Und wenn es mit der sprachlichen Verständigung hapere, komme man immer mit Händen und Füßen weiter. Bei der Arbeit mit- und nebeneinander bleibt es allerdings nicht: Bei einer gemeinsamen Weihnachtsfeier, die das Amt für Internationale Beziehungen organisiert, können die gestressten Buden-Inhaber durchatmen – und sich untereinander austauschen. Oder in gemeinsamen Erinnerungen schwelgen – beispielsweise an den Winter vor rund zehn Jahren, als jeder seinen eigenen Schneemann gebaut hat.

Auch manche Markt-Besucher sind inzwischen alte Bekannte. „Wir haben unsere Stammkunden“, bekennen Marion Dykes und Martina Laudenbach unisono. Wobei diese wohl nicht identisch sind, zu unterschiedlich ist das Angebot der beiden Buden.

Traditionell kariert sieht es bei der Glasgow-Bude aus: Schottische Kilts für Damen und Herren, Schals und Mützen aus Wolle, in Schottland hergestellt, darauf legt Marion Dykes Wert. Daneben verkauft sie Shortbread und 30 bis 40 verschiedene Single Malt Whiskys, Hot Toddy – „die schottische Antwort auf Glühwein“ enthält natürlich ebenfalls Whisky – , Marmeladen mit Whisky und Whisky-Kuchen. „Unser Angebot ist sehr speziell, wir beziehen unsere Sachen hauptsächlich von kleinen Familienunternehmen“, sagt Marion Dykes. Das, sagt sie selbstbewusst, bekomme man eben anderswo nicht. Und manche Kunden würden sich auch darüber freuen, mit ihr Englisch sprechen zu können. Falls gewünscht, kann sie auch ihren „Glaswegian accent“ hervorkramen.

Viel um Kulinarisches geht es auch an der Gera-Bude. Martina Laudenbach vertritt hier eine Bäckerfamilie, die auf eine 210-jährige Backtradition stolz sein kann. Hauptsächlich Thüringer Weihnachtsstollen wird bei Martina Laudenbach nachgefragt. Dieses Jahr hat sie etwas Neues im Programm: Ihre Söhne, die bereits in der siebten Generation backen, haben einen Marzipanstollen kreiert. „Bei uns ist alles Handarbeit“, betont sie. Weihnachtsplätzchen, Punschigel, Bratapfelstollen, aber auch Mohnkuchen und Eierschecke bekommt man bei ihr. Und selbstverständlich hat sie auch viel Infomaterial aus Gera dabei. 
  

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