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Stadtarchiv Nürnberg / Hochbauamt

1933: Rückkehr auf den Hauptmarkt

Aus dem Jahr 1628 stammt die erste schriftliche Erwähnung des Nürnberger Christkindlesmarkts. Im 19. Jahrhundert verlor er allerdings mehr und mehr an Bedeutung und musste unter anderem auf die Insel Schütt ausweichen. 1933 kehrte der Christkindlesmarkt dann auf den Hauptmarkt zurück. Gleichzeitig hatte die Figur des Christkindes ihren ersten Auftritt.

NN Archiv

1947: Die Nachkriegsjahre

Nach Beginn des Zweiten Weltkrieges gab es einige Jahre lang keinen Christkindlesmarkt. Dieses Bild entstand 1947 und zeigt den Verkauf von Tannenzweigen auf dem Hauptmarkt. Im Hintergrund sind der Schöne Brunnen und die Türme der Sebalduskirche zu sehen. In diesem Jahr kehrte auch Friedrich Bröger aus der englischen Kriegsgefangenschaft zurück. So konnte er den Prolog für das Christkind im kommenden Jahr verfassen.

Stadtarchiv Nürnberg

1948: Von Trümmern umgeben

Ein bisschen Weihnachtsfreude inmitten einer Trümmerlandschaft: Der erste Christkindlesmarkt nach dem Krieg wurde 1948 eröffnet. Als erstes Christkind der Nachkriegszeit sprach die Schauspielerin Sofie Keeser den Prolog.

privat / NN Archiv

Wirtschaftswunder-Jahre

Dieses Bild aus dem Jahr 1951 zeigt begeisterte Kinder an einem Spielzeugstand. Das Wirtschaftswunder kam auch dem Christkindlesmarkt zu gute, der mit den Jahren immer größer wurde.

Gertrud Gerardi

1956: Die Postkutsche

Die Postkutsche im Jahr 1956: Seit 1950 fährt ein historischer Kutschennachbau von 1939 Kinder und Erwachsene vom Christkindlesmarkt aus durch die weihnachtlichen Straßen der Nürnberger Altstadt. Als Vorlage diente eine Kutsche von 1874.

Gertrud Gerardi

1964: Vertretungs-Christkind

Puppeneinkauf für die Bescherung unter dem Weihnachtsbaum 1964. In diesem Jahr vertrat das erste Nachkriegs-Christkind Sofie Keeser noch einmal ihre Nachfolgerin Irene Brunner, die seit 1961 den Markt mit dem Prolog eröffnet hatte. Brunner konnte ihr Amt nicht wahrnehmen, da sie im November Mutter geworden war.

Hans Kammler

1966: Leuchtende Kinderaugen

Auch 1966 glänzten die Kinderaugen am Spielzeugstand. In diesem Jahr änderte der Dramaturg Friedrich Bröger den Prolog des Christkindes zum bislang letzten Mal ab.

Friedl Ulrich

1968: Nussknacker und Co.

Spielzeug, Nussknacker und Räuchermännchen so weit das Auge reicht an einem Stand im Jahr 1968. Weitere typische Christkindlesmarkt-Produkte sind die Zwetschgenmännla. Diese wurden erstmals 1790 im Wörterbuch von Georg Andreas Will erwähnt.

privat / NN Archiv

1969: Die Krippe als Plakathalter

1969 wurde die Krippe am Christkindlesmarkt von einem Demonstranten als Halterung für ein Plakat gegen den Vietnamkrieg zweckentfremdet.

Friedl Ulrich

Eröffnung 1971

Bis 1968 wurde das Christkind von einer Schauspielerin dargestellt. Seit 1969 wird es alle zwei Jahre neu gewählt. Unser Bild zeigt das zweite gewählte Christkind, Gudrun Bauer, bei der Christkindlesmarkteröffnung 1971. Erstes Wahl-Christkind wurde Gabriele Bergmann im Jahr 1969.

Scherer

Schlagerkonzert 1972

Heino begeisterte 1972 viele Menschen auf dem Christkindlesmarkt. Der Schlagersänger trug damals ein großes Repertoire an Weihnachtsliedern vor. Der Beifall fiel allerdings gering aus, da viele Eltern ihre Kinder auf den Schultern trugen.

Wilhelm Bauer

1974: Udo Jürgens schaut vorbei

Aber bitte mit Sahne! Und das galt im Dezember 1974 nicht nur für den heißen Kakao, sondern auch für die Musik. Denn Udo Jürgens schaute in Nürnberg vorbei und sang dort für die Besucher. Der Lichterglanz schien nachhaltig Eindruck bei dem Schlagerbarden hinterlassen zu haben. 1993 veröffentlichte er auf seinem Weihnachtsalbum den "Nürnberger Christkindlesmarkt-Walzer".

Bauer

1976: 20.000 Mark in zwei Stunden

Nicht einmal zwei Stunden benötigten die sechs Nachkriegs-Christkinder Sofie Keeser, Irene Brunner, Gabriele Bergmann, Gudrun Bauer, Inge Eichenseer und Michaela Kraus im Jahr 1976, um bei einem gemeinsamen Lebkuchenverkauf 20.000 Mark für bedürftige alte Menschen und Kinder einzunehmen.

Friedl Ulrich

1977: Bessere Beschilderung

Weil im Vorjahr 1000 Besucher nach dem Christkindlesmarkt ihren Bus nicht wieder gefunden hatten, wurde im Jahr 1977 die Beschilderung verbessert. Große Zeichen vorne und hinten am Bus erleichterten es den Christkindlesmarkt-Bummlern, das richtige Fahrzeug zu identifizieren.

Herbert Voll

1984: Siegeszug des Plastiks

Auch Plastikspielzeug erfreute sich auf dem Christkindlesmarkt immer größerer Beliebtheit, wie hier auf einem Foto von 1984 zu sehen ist. Im gleichen Jahr gab Wolfgang Buhl das Buch "Der Nürnberger Christkindlesmarkt" mit zahlreichen Illustrationen heraus.

Stefan Hippel

Der Markt der Partnerstädte

Zuwachs für den Chriskindlesmarkt: Seit 1985 sind auch Nürnbergs Partnerstädte wie Prag, Gera, das rumänische Brasov oder das mazedonische Skopje in der Weihnachtszeit auf dem Markt der Partnerstädte mit einem Stand vertreten.

Michael Matejka

1989: Der Christkindlesmarkt im Jahr des Mauerfalls

Ein besonderer Ansturm wurde auf den Christkindlesmarkt 1989 verzeichnet. Nach der Maueröffnung strömten auch viele der damaligen DDR-Bürger, hier im Bild Familie Bergner aus Gera, nach Nürnberg, um den berühmten Markt zu sehen.

Michael Matejka

1993: Ein milder Winter

Warme Bekleidung war 1993 wegen der milden Temperaturen weniger gefragt, anders als in den vergangenen Jahren zeigte das Thermometer nie Werte unter drei Grad an. Viele Besucher trugen einfach die allerorts angebotenen Nikolausmützen. Christkind war in diesem Jahr Barbara Zillgens - aber es hätte auch anders kommen können. In diesem Jahr hatte sich auch ein Mann beworben. Nach seiner Ablehnung trat der blonde Stefan sogar mit Barbara Zillgens in einer Fernsehshow auf.

Karlheinz Daut

1996: Christkindlesmarkt-Eröffnung im Schneetreiben

Zum ersten Mal seit vielen Jahren schneite es 1996 wieder bei der Eröffnung des Christkindlesmarktes.

Karlheinz Daut

1999: Das Christkind schreibt Autogramme

1999: Das Christkind als Objekt der Begierde. Stephanie Jank muss bei ihrem Gang durch die Gassen viele Autogramme schreiben. Für die Kinder hatte das Jahr eine Neuerung in petto: Auf dem Hans-Sachs-Platz fand erstmals die Nürnberger Kinderweihnacht statt.

Karlheinz Daut

2003: Kirchensanierung

Im Jahr 2003 begannen Sanierungsarbeiten an der Fassade der Frauenkirche. Zur Eröffnung des Christkindlesmarktes war das Gerüst jedoch bereits wieder weg.

Karlheinz Daut

2003: Nasse Eröffnung

Trotz des Regens beobachten Kinder und Erwachsene gebannt die Eröffnung des Christkindlesmarktes 2003. Den Prolog sprach Christin Strauber.

Karlheinz Daut

2005: Glückskekse von der Polizei

Oberkommisar Scharrer (im Bild) verteilt 2005 auf dem Christkindlesmarkt Glückskekse. Mit der Botschaft "auf Wertsachen achten" sollten die Besucher auf die Gefahr durch Taschendiebe aufmerksam gemacht werden.

Karlheinz Daut

2006: Die Krippe braucht Schutz

Inzwischen wird die Krippe jedes Jahr mit einem Netz verhängt, wie hier auf einem Bild von 2006 zu sehen ist. Grund dafür ist, dass viele Besucher Münzen auf die Krippe warfen und so die Figuren beschädigten.

Karlheinz Daut

2008: Verspäteter Beginn des Christkindlesmarkts

Die Budengassen sind mit Menschen gefüllt. Gleich wird der Christkindlesmarkt 2008 eröffnet. Seit 1973 findet die Zeremonie jedes Jahr am Freitag vor dem ersten Advent statt, vorher begann der Markt immer erst am 4. Dezember, dem Barbaratag.

Hagen Gerullis

2011: Die Eröffnung des Christkindlesmarktes

Franziska Handke bei der Eröffnung des Nürnberger Christkindlesmarktes 2011. Die 17-Jährige war das 24. Christkind nach dem Zweiten Weltkrieg - und bekam den Posten eher spontan. Zwei Tage vor Anmeldeschluss für die Bewerbungen kam ihr Opa mit dem Vorschlag, dass sie sich doch bewerben könne. Und prompt bekam sie den Job.

Uwe Niklas

2013: Milder Christkindlesmarkt

2013 eröffnete Christkind Teresa Treuheit den Christkindlesmarkt zum ersten Mal. Ein Jahr später verriet sie im Interview, was denn das Christkind so geschenkt bekommt: "Viel Schokolade, ich weiß gar nicht, wohin damit. Kleine gebastelte Engelchen. Und die Begegnungen und Erinnerungen fürs Leben."

Günter Distler

2015: Barbara Otto übernimmt

Auf Teresa Treuheit folgte Barbara Otto, 2015 übernahm sie die große Aufgabe. Besonders musikalisch war das Christkind - Otto spielt Geige und Gitarre. Sie genoss ihre großen Auftritte und musste sich - wie üblich - nach zwei Jahren vom Amt wieder verabschieden.

Michael Matejka

2016: Nürnberg trotzt der Angst

Im Jahr 2016 besuchten insgesamt rund 2,5 Millionen Menschen den Markt - das ist umso erstaunlicher, da es doch auf einem Berliner Weihnachtsmarkt einen schrecklichen Terror-Anschlag mit mehreren Toten gab. Die Nürnberger ließen sich davon aber nicht abschrecken. Viele pilgerten mit einer "Jetzt-erst-recht-Haltung" auf den Hauptmarkt. Dass die Polizei ihre Präsenz sichtbar erhöhte, war dem Sicherheitsbefinden natürlich zuträglich.

Stefan Hippel

2017: Rebecca Ammon übernimmt

Das neue Christkind heißt Rebecca Ammon. Die 17-Jährige hat sich unter 27 Bewerberinnen durchgesetzt und eröffnet am 1. Dezember den Christkindlesmarkt 2017.

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