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Nürnberger Bratwürste: Klein und Fein

Verströmen einen wunderbaren Duft: Nürnberger Bratwürste direkt vom Grill. Steffen Oliver Riese

Größe und Beschaffenheit der Würstchen aus Schweinefleisch mit Majoran-Würzung wurden schon 1497 zum ersten Mal offiziell festgeschrieben. Dank dieser bestehenden Verordnung ist die Qualität der etwa 8 cm langen, 20 - 25 Gramm schweren und über Buchenholzscheiten gegrillten Würste gleichbleibend gut. Die Länge der Bratwurst begründet sich übrigens der Legende nach darin, dass sie durch das Schlüsselloch der Stadttore – und nach der Sperrstunde durch das der Kneipentüren – passen musste. Bereits im Jahr 1313 ließ der Nürnberger Rat die Qualität der Nürnberger Bratwürste durch das sog. "Würstlein", eine historische "Lebensmittelpolizei", kontrollieren. Auch Goethe fand die Nürnberger Bratwurst so schmackhaft, dass er sie mit der Post von Nürnberg nach Weimar schicken ließ.

Weltberühmt und heiß geliebt: Die Nürnberger Bratwürste!

Im Jahre 2003 wurde die Nürnberger Rostbratwurst als erste Bratwurst überhaupt in das Register der von der EU geschützten kulinarischen Spezialitäten aufgenommen. Die geographisch geschützte Angabe bei den Nürnberger Bratwürsten sagt aus, dass jede Nürnberger Rostbratwurst nach festgeschriebenem Rezept nur im Stadtgebiet Nürnberg hergestellt werden darf. Daneben tragen sie neben dem offiziellen Zeichen der EU auch ihr eigenes Original-Siegel.

Die kulinarische Köstlichkeit gibt es als sechs, acht, zehn oder zwölf Stück mit Senf oder ganz traditionell mit Meerrettich, auch „Kren“ genannt! Typische Beilagen sind Sauerkraut, Kartoffelsalat oder Bauernbrot aus der Region. Neben der gegrillten Variante gibt es die Bratwürste auch als "Saure Zipfel". Die Bratwürste werden bei diesem Gericht in einem Sud aus Essig, Zwiebeln, Wein und Gewürzen gegart. Dabei laufen die Bratwürste leicht bläulich an, weswegen man sie auch "Blaue Zipfel" nennt. Von den Nürnbergern heiß geliebt und an jeder Ecke in der Altstadt und auf dem Christkindlesmarkt zu finden sind die „3 im Weggla“. Es werden drei der kleinen Würstchen in ein längs aufgeschnittenes Brötchen („Weggla“) gelegt und mit Senf versehen – und voilá: Eine deftige Köstlichkeit auf die Hand für zwischendurch! Das sollten Sie auf keinen Fall verpassen.

Wer sie probiert hat, schließt sich bestimmt dem Dichter Jean Paul an, der verzückt schrieb: "Die Würste in meinem Magen sind schöne Vergissmeinnicht von Nürnberg..."

Genießen Sie auf dem Christkindlesmarkt die Nürnberger Rostbratwürste als "Drei im Weggla"! Thomas Langer

 

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