powered by

Nie war der Christkindlesmarkt kürzer als in diesem Jahr

Tradition wichtiger als Umsatz - Standgebühren berechnen sich nach Markttagen

Wie hart trifft es die Marktleute, dass der Christkindlesmarkt heuer so extrem kurz ist? Roland Fengler

Für den Christkindlesmarkt gibt es zwei eiserne Regeln. Erstens: Der Markt wird am Freitag vor dem ersten Advent eröffnet. Punkt. Fällt der erste Advent auf ein spätes Datum, dann dauert der Markt eben nicht so lang. Zweitens: An Heiligabend um 14 Uhr ist Schluss.

"Die Frage, ob der Markt nicht vielleicht doch länger dauern sollte, taucht immer wieder auf", sagt Christine Beeck. Die Leiterin des Marktamtes sitzt mit am Runden Tisch, an dem im Frühjahr Vertreter der Stadt zusammen mit den Verbänden der Schausteller und der Marktkaufleute besprechen, wie der Christkindlesmarkt künftig noch schöner werden könnte. Aber: In der Vergangenheit hat man sich dann doch immer wieder dagegen entschieden, die Stadt aus Holz und Tuch ein paar Tage länger zu öffnen.

Besuch wird heuer nicht auf die lange Bank geschoben

Einer der Gründe: "Es ist einfach in den Köpfen der Menschen drin, dass der Markt traditionell am Freitag vor dem ersten Advent eröffnet wird", so Beeck. Sie glaubt, dass das für die Besucher auch kein großes Problem sei. Fällt der Markt in einem Jahr nämlich besonders lang aus, dann sei oft der Gedanke präsent, dass man ja noch lange Zeit habe, um über den Markt zu schlendern. Ist nicht so viel Zeit, schiebt man sein Vorhaben weniger auf.

Weiße Pracht: Die Schnee-Bilder vom Christkindlesmarkt

Die funkelnde Weihnachtsbeleuchtung am Christkindlesmarkt wird seit Sonntag von feinen, weißen Schneeflocken ergänzt. Besonders am späten Nachmittag schüttelte Frau Holle kräftig über dem Nürnberger Himmel und verhalf dem frommen Weihnachtstreiben so zu seinem ganz besonderen Charme. Die Schnee-Bilder aus der Altstadt gibt es hier.

Diese Einschätzung scheint richtig: Keiner der von der NZ befragten Besucher hatte an der kurzen Marktzeit etwas auszusetzen. Beeck ist aber auch sicher: "Einen Besucherrekord werden wir bei der Kürze heuer nicht aufstellen."

Wie hart trifft es die Marktleute, dass der Markt heuer so extrem kurz ist? Georg Bernhard muss es wissen. Er ist Vorsitzender des Bayerischen Landesverbands der Marktkaufleute. "Das ist halt Tradition", sagt er. Außerdem: In den kommenden Jahren dauert der Markt wieder länger. "Das ergibt dann einen Mittelwert", sagt Bernhard. Und mit dem könne man leben, man müsse sich nur darauf einstellen. "Aber die Leute wissen ja, dass sie heuer weniger Umsatz machen als im vergangenen Jahr", sagt er. Das werde schon vorab mit einkalkuliert und es werde eben weniger Ware für den Christkindlesmarkt bereitgehalten.

Außerdem: Die Standgebühren berechnen sich nach Markttagen, sind heuer also auch niedriger als im vergangenen Jahr.

Alle Augen auf das Christkind: Der Prolog des Christkindlesmarkts 2017

Weihnachtliche Stimmung in der Nürnberger Innenstadt, am Hauptmarkt gingen die Lichter aus und alle Augen richteten sich auf die Frauenkirche: Am Freitagabend wurde der Nürnberger Christkindlesmarkt mit dem Prolog feierlich eröffnet. Ab 17.30 Uhr hatte Christkind Rebecca ihren großen Auftritt - und begeisterte die dicht gedrängte Menge im Herzen Nürnbergs.

 

Entdecke den Christkindlesmarkt

Herbst-Freude: Dienstag bringt Sonne und über 20 Grad

Ab der Wochenmitte könnten sich ein paar Wolken blicken lassen

Bauarbeiten zwischen Neustadt und Emskirchen

Der Streckenabschnitt ist nur eingleisig befahrbar

16. Oktober 1968: Doppelte Bescherung zum Fest

7,6-Millionen-Bau auf der Insel Schütt schließt Lücke im Schulbezirk Altstadt

Ukrainerin arbeitete in Höchstadt "mit viel Herz"

Beliebte Pflegehelferin in St. Anna muss vorläufig ausreisen