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Silbereisen und Kaffeeflecken: Das Christkind im Interview

Die 17-Jährige erlebt aktuell eine aufregende Weihnachtszeit

Wer live im Fernsehen ist, der darf auch Lampenfieber haben. Den Auftritt mit Florian Silbereisen hat Rebecca glänzend gemeistert. Foto: Reini Zichy

NZ: Rebecca, du hast schon immer davon geträumt, Christkind zu sein. Jetzt bist du gewählt worden und als Christkind unterwegs – ist das Ehrenamt so schön, wie du es dir vorgestellt hast? 

Rebecca Ammon: So richtig konnte ich mir das ja gar nicht vorstellen. Aber wenn ich vorher schon genau gewusst hätte, wie es sein wird, welche Termine auf einen zukommen, dann hätte ich mich auch um das Ehrenamt beworben. Es macht einfach so viel Freude und ich genieße jeden Termin.

NZ: Was war für dich der schönste Termin?

Rebecca: Eindeutig die Christkindlesmarkt-Eröffnung. Allein schon, wenn es auf dem Markt still ist, man dann die Posaune hört und sein eigenes Echo – das ist so ein einmaliger Moment. Seitdem freue ich mich immer, wenn ich bei einem Termin ein Mikro bekomme. Das Echo erinnert mich jedes Mal an das Gefühl bei der Eröffnung.

NZ: Gab es denn in den vergangenen Wochen auch eine kleine Christkind-Panne?

Rebecca: Einmal bin ich auf der Kinderweihnacht mit dem Kleid am Karussell hängen geblieben. Aber zum Glück haben es die Leute daneben noch gesehen und "Stopp" gerufen, als ich absteigen wollte. Und am dritten Tag der Amtszeit hat mir jemand Kaffee über das Kleid geschüttet, das musste dann schnell in die Reinigung. Aber die Leute vom Staatstheater hatten alles im Griff und am Ende hatte ich wieder ein sauberes Kleid an.

Alle Nürnberger Christkinder damals und heute

Seit 1948 gibt es das Nürnberger Christkind. Die Bildergalerie zeigt alle Christkinder der vergangenen Jahre, die in der Vorweihnachtszeit ihre goldenen Flügel über der Stadt aus Holz und Tuch ausbreiten durften.

NZ: Wie viele Wunschzettel hast du schon bekommen?

Rebecca: Da kommt eine Menge zusammen! Ich hab noch gar nicht alles lesen können. Viele Kinder wünschen sich etwas Technisches zu Weihnachten. Lustig war der Wunschzettel von einem kleinen Jungen, der sich eine Playstation wünscht, um endlich besser spielen zu können als sein großer Bruder, der immer am Laptop spielt. Aber natürlich gibt es auch Wünsche, die einen nachdenklich und auch ein wenig traurig machen. Zum Beispiel, wenn sich Kinder wünschen, dass sie endlich einmal wieder die Großeltern sehen, oder die Familie wieder zusammen Weihnachten feiert. Und: Es gibt natürlich auch Kinder, die sich Weltfrieden wünschen.

NZ: Wann hattest du eigentlich das größte Lampenfieber?

Rebecca: Bei der Live-Sendung mit Florian Silbereisen! Auf die Eröffnung kann man sich ja vorbereiten und ich wusste, dass ich es kann. Aber gleich am Anfang der Amtszeit live im Fernsehen zu sehen zu sein und dann auch noch mit Kinderfragen – da war ich schon nervös.

NZ: Was wollen Kinder denn vom Christkind wissen?

Rebecca: Sie fragen zum Beispiel, ob ich fliegen kann. Und ob ich in den Weihnachtsmann verliebt bin.

NZ: Als Christkind hat man jede Menge Stress. Hast du eigentlich noch Zeit für ganz normale Schülerinnensachen?

ebecca: Im Moment nicht, nein. Abends bin ich so müde, dass ich oft einfach nur ins Bett falle. Aber ich versuch schon Kontakt zu meinen Freunden zu halten. Ab und zu schreiben wir dann, wenn ich mit dem Christkindauto unterwegs bin.

Erste Anprobe: Nürnberger Christkind schlüpft in seine Robe

Nürnberger Christkind, Rebecca Ammon bei ihrer ersten Kostümprobe - Stets verfolgt von neugierigen Kameras. Die Bilder!

NZ: Ab Sonntagnachmittag hast du Feierabend. Was machst du an Heiligabend?

Rebecca: Erst einmal heimkommen, das Kleid ausziehen und eine Jogginghose anziehen. Dann essen wir gemeinsam und packen Geschenke aus. Wahrscheinlich werde ich früh ins Bett gehen. In den Ferien muss ich schließlich den Stoff für die Schule nachlernen.

NZ: Apropos Geschenke, hast du schon alle besorgt?

Rebecca: Im Moment ist so viel Weihnachtstrubel, da hab ich es bislang nur teilweise geschafft. Ich könnte zwar zwischendurch schnell auf den Markt gehen, aber manchmal bin ich auch einfach froh, wenn ich kurz durchatmen kann.

Homestory: Zu Besuch bei Christkind Rebecca

 

Entdecke den Christkindlesmarkt

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